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Das noch immer junge Jahr 2020 verhält sich bisher sehr ruhig. Weder Parties noch Konzerte konnten mich in den vergangenen zwei Monaten vom Sofa locken oder dazu bringen, die Nacht zum Tag zu machen. Doch völlig untätig bin ich natürlich nicht und einige Events stehen bereits auf meiner Wunschliste. Auch in Sachen Festivals könnten die kommenden zehn Monate spannend werden. Und so möchte ich den heutigen Tag, der ausnahmsweise auf den 29. Februar fällt und somit schon Seltenheitswert besitzt, für einen kleinen Ausblick nutzen.Recht weit oben in meinem persönlichen Kalender und doch unmittelbar an der Jahresmitte liegt wenig überraschend das Rock Hard Festival. Für mich könnte es das nunmehr zwölfte Mal in Folge und insgesamt 14. Pfingstwochenende im Gelsenkirchener Amphitheater werden. Mir fehlt zu diesem Zeitpunkt allerdings noch ein echter Kracher, bei dem ich so richtig ausflippen kann. Dafür freue ich mich sehr über die Ankündigung der Lokalmatadore von Neck Cemetery, deren Erscheinen mehr als obligatorisch ist. Stellt sich nur die Frage, ob Frontmann und RHF-Inventar Jens Peters sich und seine Mitstreiter selbst singend ankündigt oder wem er dafür das Mikrofon freiwillig (oder eben auch gezwungener Maßen) überlässt. Wer nicht bis Ende Mai warten möchte, kann bereits zur Monatsmitte im Lükaz – dem Lüner Kultur- und Aktionszentrum auflaufen. Hier gibt es ein Schwedendoppel mit RAM und den wunderbaren Spiders, die 2016 selbst am Kanal rockten sowie DER Deutschen Nachwuchshoffnung der Stunde: The Night Eternal. Deren neue Single “Shadow’s Servants” kommt am 20. März bei Ván Records raus, während das Debut über den bandeigenen Shop auf Platte und Kassette erhältlich ist. Nur eine Woche nach dem RHF und somit praktischer Weise nicht zeitgleich, geht es auch im Süden heiß her.

Rock im Park wird 25 und hat einfach mal eine handvoll musikalischer Highlights eingeladen, die auch 1995 perfekt gepasst hätten. Die große Schwester Rock am Ring ging schon 1985 an den Start und wird somit im Sommer 35. Nach einschlägiger Erfahrung meines bisher einzigen Trips zum Nürburgring als Festivalbesucher 2006, ziehe ich jedoch das Zeppelinfeld in Nürnberg der Rennstrecke in der Eifel vor. Beim diesjährigen Lineup sticht vor allem der Sonntag hervor und zeichnet sich quasi als ultimativer 90er Trip aus: Green Day als Headliner, dazu noch The Offspring, Weezer und Bush. Also ich wäre damit mehr als zufrieden, wenngleich einige Acts der ersten Auflage mich ebenfalls in Ekstase versetzen würden. Vor allem Ugly Kid Joe, Selig, Faith No More und Bad Religion. Bis auf UKJ sind alle aber in den kommenden Monaten ohnehin auf Tour und vielleicht kann ich dann noch auf paar Haken auf meiner To-Watch-Liste machen. Die Punk-Veteranen Bad Religion habe ich immerhin bereits 1996 live erleben dürfen, im Alter von 13 beim zweiten Konzert meines Lebens. Im Rahmen ihres 40-jährigen Bühnenjubiläums gehen Greg Graffin und Co. auf ausgedehnte Europatour und sind zudem als Headliner und bisher einziger Act beim diesjährigen Crash Fest in Berlin angekündigt. Auch wenn ich nach zwei Trips 2019 nicht unbedingt wieder in die Hauptstadt möchte, weiß ich dank des einzigen Deutschlandkonzerts der Smashing Pumpinks, dass sich die Zitadelle Spandau als Location allemal lohnt. Whitfield Crane und seine Truppe gehören nach wie vor zu den aktivsten Zeitgenossen, die aber leider allzu oft unter der Woche auftreten. Auch der Deutsche Dauerbrenner Selig war nie so richtig weg, doch auch die Vorzeigekapelle der Hamburger Schule habe ich bisher verpasst. Und Faith No More waren tatsächlich ewig nicht mehr in Europa geschweige denn Deutschland unterwegs. Ob ich es schaffe, Mike Patton live und in Farbe anzuschmachten, bleibt abzuwarten. Möglichkeiten gibt es einige und im Gegensatz zu Dave *GRÖHL* Grohl und seinen Foo Fighters und den ewigen Pearl Jam um Grunge-Legende und Wahl-Seattle-Bewohner Eddie Vedder sind die weder restlos ausverkauft noch unverschämt überteuert.

Bad Religion, mein erstes Mal, bei einem Punk-Konzert: Es war 1996
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